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Der im Auftrag des US Marine Corps (USMC) entwickelte Prototyp eines S-65 hatte seinen Erstflug am 14. Oktober 1964 und wurde im darauf folgenden Jahr in Dienst gestellt. Kennzeichen dieses Typs ist die große kastenförmige Kabine mit einer rückseitigen Laderampe, über die leichte Fahrzeuge an Bord genommen werden können.
Die bevorzugt vom USMC genutzten Ausführungen A und D des CH-53 kamen in Vietnam, Grenada, Panama und im Libanon zum Einsatz. Heute gilt der CH-53 als der beeindruckendste westliche Hubschrauber. Die Bundeswehr verfügt über einen Bestand von 110 dieser Maschinen. Die Geschichte der deutschen CH-53 beginnt1968, als Sikorsky den Zuschlag für die Ersetzung der H-34 und der Piasecki H-21 der Heeresflieger erhielt.
Abgesehen von den ersten beiden Maschinen, die von Sikorsky kamen, wurden 20 Exemplare mit der Bezeichnung CH-53 G vom Konsortium VFW-Fokker gebaut. Weitere 90 Stück wurden in Deutschland gefertigt. Der Erstflug eines CH-53 G fand 1971 in Speyer statt. Im März 1973 ging dieser Hubschrauber beim 35. Heeresfliegerregiment in Mendig in Dienst. Außerdem wurden das 15. und das 35. Heeresfliegerregiment gebildet und mit CH-35 G ausgestattet, wodurch dieser Helikopter zum wichtigsten Mehrzweckhubschrauber der Bundeswehr avancierte. In den Schnellen Fallschirmjäger-Eingreiftruppen unter dem Kommando der NATO oder der WEU ist mittlerweile die Kampfeinheit aus CH-53 G und dem leichten Panzerjäger "Wiesel" zu einer ständigen Einrichtung geworden.
Die Modernisierung des Fahrgestells ist geplant. Der CH-53 G wird weit über das Jahr 2000 hinaus seinen Platz in der Bundeswehr behaupten.
Österreich erwarb in den 60-er Jahren zwei S-65 C, die jedoch wegen ihrer Unterhaltskosten bald wieder ausgemustert wurden und an Israel verkauft wurden. Israel selbst kaufte 33 SC-65 C im Jahre 1969. 1991 kamen noch einmal 10 CH-53 A aus Überbeständen des USMC hinzu. Aufgrund der Möglichkeit, diese Maschinen während des Fluges aufzutanken, wurden die israelischen CH-53 in zahlreichen Gefechten eingesetzt.
Eine der spektakulärsten dürfte das Absetzen von Befehlsjeeps durch CH-53 und Super Frelons hinter der syrischen Kampflinie im Jahre 1973 sein. Die Fahrzeuge vernichteten irakische T-55 und T-62 zur Truppenverstärkung auf den Golan-Höhen. Ein umfangreiches Modernisierungsprogramm unter der Bezeichnung CH-53 2000 bzw. Yas'ur 2000 (Albatros) gibt den Israelis die Chance, sich den Anforderungen des nächsten Jahrhunderts zu stellen. Es umfasst den Einbau des Systems EW Elira, eines digitalen Multifunktions-Cockpits, eines Autopiloten und eines Bordcomputers. Ausgeführt werden die Arbeiten von der IAI Mata Hubschrauberdivision. Der erste CH-53 2000 wurde 1993 in Dienst gestellt.