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Assistenzeinsatz

24. Februar 1999 -/- 25. Februar 1999 -/- 26. Februar 1999

Paznauntal

Begrenzungsstreifen

 

Am 23. Februar um 14 Uhr 45 wurde der Flugbetrieb wegen der extremen Wettersituation eingestellt. 
Während die Hubschrauber wegen des herrschenden Schneefalls mit Planen abgedeckt wurden, 
kam plötzlich eine furchtbare Nachricht: In Galtür ist eine Lawine abgegangen!

Das Wetter und die hereinbrechende Dunkelheit schlossen aber jeden Hilfsflug aus. 
Ein banges Warten auf die angekündigte Wetterbesserung begann.

Begrenzungsstreifen

 

24. Februar 1999

 

Die Nacht auf den 24. Februar brachte den Besatzungen kaum erholsamen Schlaf. 
Zu groß war die Unsicherheit, ob am nächsten Morgen Flugwetter herrschen würde.
Immer wieder standen die Piloten in der Nacht auf, um zu sehen, wie sich das Wetter entwickelte und ob sie fliegen könnten.

Die Hubschrauber mussten enteist werden

Die Hubschrauber werden flugklar gemacht

Ab 5 Uhr morgens wurden die Hubschrauber flugklar gemacht. 
Um 6 Uhr 45, als die ersten Konturen der Berge zu erkennen waren, 
entschloss man sich, einen ersten Versuch zu wagen.
Beim Abflug wussten die Besatzungen noch nicht, ob in Galtür der Landeplatz vorbereitet sein würde. Die 20 cm Neuschnee der vergangenen Nacht machten die Landung im Morgengrauen extrem gefährlich.

Jetzt startete man die Luftbrücke. 
Trotz pausenloser Flüge war es unmöglich, dringend benötigte Rettungsmannschaften nach Galtür zu fliegen und gleichzeitig lawinengefährdete Siedlungen zu evakuieren. 
Es wurde offensichtlich, dass die Zahl der österreichischen Hubschrauber nicht ausreichen würde.

Durch die Brisanz der Lage war die Bundesregierung gezwungen, um internationale Hilfe durch Beistellung von Hubschraubern zu ersuchen.

Start der Luftbrücke

Die Luftbrücke arbeitet

Die Versorgungsflüge wurden zu einem Wettlauf mit der Zeit.
Ab Mittag wurde der Schneefall immer dichter und die Sicht verringerte sich zusehends.

Nachdem die ersehnte Hilfe aus dem Ausland in Österreich eingetroffen war, 
behinderte das Wetter erneut die Rettungsmaßnahmen. 
Weitere Flüge waren zu diesem Zeitpunkt unmöglich und die amerikanischen Hubschrauber 
konnten vorerst nicht mehr zum Einsatz kommen. 
Die Besatzungen mussten in Innsbruck übernachten.

Erneuter Schneefall

eingeschneiter Hubschrauber

Die letzten österreichischen Hubschrauber, die von den Versorgungsflügen 
nach Landeck zurückkehrten, schafften dies nur unter größtem Risiko 
und die Maschinen waren völlig vereist. 
Die Hilfsaktion für die Eingeschlossenen war neuerlich unterbrochen. 
Einige Piloten waren zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 10 Stunden in 
der Luft, obwohl im Normalfall 8 Stunden die Obergrenze sind.

In dieser Phase der Resignation erreichte die Nachricht von einem 
neuerlichen Lawinenabgang, diesmal in Valzur, den Liegeplatz.

 

Begrenzungsstreifen

 

25. Februar 1999

 

Wieder taten die Besatzungen in der Nacht kaum ein Auge zu. 
Die Sorgen um die Opfer von Valzur sowie die absolute Erschöpfung 
brachten nur sehr unruhigen Schlaf.

Schon beim Morgengrauen flogen die ersten Hubschrauber 
mit Hilfsmannschaften nach Valzur.

Nachteinweisung

Ausfliegen von Touristen

Das Wetter hatte sich wesentlich gebessert. 
Den ganzen Tag flogen die Piloten ohne Pause Retter nach Galtür und Valzur.
Beim Rückflug wurden Urlauber und Einheimische aus dem Tal ausgeflogen.

Im Laufe des Vormittags erreichten auch die ausländischen 
Hubschrauber das Einsatzgebiet. 
Die Besatzungen wurden von österreichischen Piloten eingewiesen und
gliederten sich dann selbständig in die Luftbrücke zwischen Galtür, Ischgl,
Landeck und dem Landeplatz auf der Autobahn ein. 
Die Zusammenarbeit war trotz der Enge des Tales problemlos.

Amerikanische Blackhawks helfen

Einbruch der Dunkelheit

Ohne Unterbrechung waren an diesem Tag bis zu
49 Hubschrauber an der Luftbrücke beteiligt.
Bei Einbruch der Dunkelheit wurde der Flugbetrieb mit den österreichischen
Hubschraubern, deren Piloten jetzt schon den dritten Tag über 10 Stunden in
der Luft waren, eingestellt. Erschöpfungserscheinungen waren unübersehbar.

 

Begrenzungsstreifen

 

26. Februar 1999

 

 

 

Auch am zweiten Tag der internationalen Luftbrücke verlief 
der Flugbetrieb reibungslos. Der Abstand zwischen den Maschinen betrug 
meist weniger als 30 Sekunden.

Blackhawks fliegen Touristen aus

Französische Hilfe

Im Laufe des Tages unterstützte auch die französische Luftwaffe mit 
5 Cougar bzw. Super Puma Hubschraubern die Luftbrücke.

Die Besatzungen der mächtigen CH53 der deutschen Bundeswehr, 
die großen Anteil am Erfolg des Unternehmens hatten, konnten sich am 
späten Nachmittag endlich eine Pause gönnen. 
Die meisten Personen waren ausgeflogen und somit in Sicherheit.

CH 53 der deutschen Luftwaffe

 

 

Gerettetes Kind

Ohne Hilfe der ausländischen Hubschrauber 
wäre es unmöglich gewesen, so viele Personen 
in so kurzer Zeit aus den 
lawinengefährdeten Gebieten auszufliegen.

Dank an die ausländischen Helfer

 

Für viele Besatzungen war der folgende Schriftzug, den ein ausgeflogenes Kind unweit des Landeplatzes in Landeck in den Schnee geschrieben hatte, der größte Dank für diesen Einsatz.

D A N K E !!!!

Horizontale Linie

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